Experten warnen: Immer mehr Kinder erkranken an Tuberkulose

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Tuberkulose wird bei uns in Deutschland oft als eine schlimme Krankheit aus vergangenen Tagen verstanden – ein Grauen, das heute nur auf weit entfernten Kontinenten wie Afrika und Asien wütet. Doch zum Welttuberkulosetag am 24. März warnt das Berliner Robert-Koch-Institut: Der Erreger gefährdet in Deutschland vor allem Kinder.

Tuberkulose stellt auch in Deutschland noch eine ernstzunehmende Gefahr dar. Obwohl die Zahl der Erkrankten insgesamt rückläufig ist, wurden der Behörde im Jahr 2009 insgesamt 4444 Fälle gemeldet, 154 davon verliefen tödlich. Besonders erschreckend dabei ist der Fakt, dass die Zahl der erkrankten Kinder seit 2008 bis hin zu den vorläufigen Zahlen für 2010 steigend ist. Bei Kindern verläuft die Krankheit schwerer und kann sogar zu bleibenden Behinderungen führen.

Zwar sei Deutschland im weltweiten Vergleich von Tuberkulosefällen ein kleines Licht, jedoch dürfe die Krankheit nicht in Vergessenheit geraten. Denn gefährlich wird Tuberkulose genau dann, wenn der Hausarzt die Erkrankung aus Mangel an Erfahrung nicht richtig diagnostiziert und sie nicht dementsprechend behandelt wird. Symptome sind Husten, Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Fieber und Atemnot. Tuberkulose überträgt sich durch Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch, sie ist daher eher in Großstädten als in ländlichen Gegenden verbreitet. Da Tuberkulose in vielen Ländern viel verbreiteter ist als hier, raten Experten zum Beispiel dazu, Au-Pairs aus betroffenen Ländern bei ihrer Ankunft nach typischen Symptomen zu fragen. Sie könnten sonst die Kinder anstecken.

Wichtig: Die Krankheit ist bei frühzeitiger Erkennung durch eine Behandlung mit Antibiotika heilbar.

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2011. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.