Kinder und das Taschengeld

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

„Mama, ich brauche Geld, ich bin wieder pleite“. Diese Phrase hören wir Eltern doch schon ab und an von unseren Kindern. Ärgerlich ist dies natürlich vor allem, wenn man dem eigenen Kind ein monatliches Taschengeld ausbezahlt. Manche Eltern sind allerdings auch der Meinung, dass das Taschengeld total unnötig ist – wenn die Kinder etwas brauchen, kaufen das die Eltern.

Die Erziehungsexperten sind aber der Meinung, dass das Taschengeld für jedes Kind sehr wichtig ist. Wenn das Kind regelmäßig sein Taschengeld bekommt, lernt es, mit dem Geld umzugehen. Ziemlich schnell verstehen die Kinder, dass sie sich durch das Sparen von Geld selbst kleine Wünsche erfüllen können. Die Kinder werden auch selbständiger, sie tragen mehr Verantwortung.

Die Erziehungsexperten sind auch dafür, dass ein Kind sein erstes Taschengeld schon im Alter von vier Jahren bekommt – maximal wöchentlich 50 Cent. In der Schulzeit, wenn die Kinder schon rechnen können, müssen die Eltern selbst entscheiden, wie hoch der wöchentliche oder monatliche Betrag des Taschengeldes sein soll.

Die deutschen Jugendämter empfehlen folgende Beträge:

  • 4-5 Jahre:50 Euro-Cent wöchentlich maximal
  • 6-7 Jahre: 1,50 Euro wöchentlich, maximal 2 Euro
  • 8-9 Jahre: 2 Euro wöchentlich, maximal 2,50 Euro
  • 10-11 Jahre: 13 – 15 Euro monatlich
  • 12-13 Jahre: 18 – 20 Euro monatlich
  • 14-15 Jahre: 23 – 26 Euro monatlich
  • 16-17 Jahre: 32 – 42 Euro monatlich
  • 18 Jahre: 62 Euro monatlich

Doch wie sieht das im Ausland aus mit dem Taschengeld? Vorweg gesagt, Deutschland liegt hier aktuellen Zahlen zufolge im oberen Feld. Am meisten Taschengeld bekommen Kinder zwischen 12 und 14 Jahren diversen Quellen zufolge in Luxemburg mit knapp über 20 Euro, gefolgt von Griechenland, wo die 20er Marke im Monat auch erreicht wird. Dahinter folgen Irland, Niederlande und Deutschland mit durchschnittlich 17-18 Euro Taschengeld für Kinder im Alter zwischen 12 und 14 Jahren. Relativ wenig Taschengeld gibt es dagegen für die Kinder in Portugal, Spanien und Frankreich. Hier sind es etwas über zehn Euro im Monat.

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2010. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.