Intelligenz heißt nicht nur gute Noten
Kinder, die in der Schule nicht die besten Noten schreiben, sind nicht zwangsweise weniger intelligent, als diejenigen, die in der Schule Bestnoten erzielen. Eltern sollten daher alle Interessen und Anlagen ihrer Kinder bewusst wahrnehmen und auch fördern. Denn Intelligenz umfasst mehr als nur den Wert des IQ.
Oft wird Intelligenz eines Kindes leider nur an dessen Noten in der Schule festgemacht. Doch umfasst Intelligenz weit mehr, als nur die Eins in Deutsch oder die Fähigkeit, schon in der zweiten Klasse die Bruchrechnung im Schlaf zu beherrschen.
Intelligenz umfasst ein ganzes Bündel verschiedenster Fähigkeiten, die in unterschiedlichen Bereichen des Gehirns angesiedelt sind. Der Intelligenzforscher Howard Gardener benennt beispielsweise sieben verschiedene Intelligenztypen, die sich untergliedern in visuell-räumlich, sprachlich-musisch, logisch-mathematisch, sowie kinästhetisch, wobei Gefühle und Gedanken besonders gut über Bewegung ausgedrückt werden können, interpersonal, welches eine Intelligenz in Bezug auf Beziehungen ausdrückt, und intrapersonal, was ein tiefes Verständnis für die eigene Persönlichkeit bezeichnet. Jedes Kind verfügt über mindestens drei oder vier verschiedene Intelligenztypen verschieden starker Ausprägung.
Ob ein Kind intelligent ist oder nicht, zeigt sich aber auch schon in frühen Jahren beispielsweise daran, das gezielt immer weiter mit Fragen versucht einem Zusammenhang auf den Grund zu gehen, Gedichte und Verse in Windeseile auswendig lernt oder auch eine Geschichte dutzende Male erzählt oder vorgelesen bekommen möchte, auch wenn es sie bereits mitsprechen kann. Zwar ist es für Eltern ab und an extrem anstrengend, immer alle Fragen nach dem Warum und Wieso zu beantworten, doch dies unterstützt und fördert die Intelligenz der Kinder. Und wenn Eltern die Antworten einmal ausgehen, so ist es keine Schande, den Kindern dies auch zu sagen und gemeinsam mit ihnen zu versuchen, Antworten zu finden. Schließlich lernen auch Eltern nie aus.
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Archivbeitrag aus dem Jahr 2011. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.


