Kinder brauchen Kinder
Eltern mühen sich, um ihre Kinder zu fördern und in ihrer Entwicklung voranzubringen und ihnen zu helfen. Doch wie sehr sich auch Vater und Mutter bemühen, wie viel Zeit sie auch im Spiel mit den Kindern verbringen, Kinder brauchen andere Kinder, um sich zu entwickeln.
Verschiedene Studien zeigen deutlich, dass Kinder, die in den ersten fünf Jahren ihres Lebens in Kleinfamilien aufwachsen, sowohl in ihrer sprachlichen als auch in ihrer sozialen Entwicklung Kindern, die schon früh in der Gemeinschaft anderer Kinder aufwuchsen, nachstehen. Die Eltern dienen zwar zum einen als feste Bezugspersonen und auch als Vorbilder, deren Handlungen und Verhaltensweisen Kinder imitieren, doch im Spiel mit Gleichaltrigen erhalten Kinder die Chance, Fähigkeiten einzuüben und zu verinnerlichen.
Das soziale Miteinander, bei dem es gilt, sich mit gleichaltrigen Kindern auseinander zu setzen, zu lernen empathisch die Wünsche und Bedürfnisse des Gegenübers zu erkennen und zu beachten, können Kinder nicht von Erwachsen und schon gar nicht von den Eltern lernen. Diese werden zwar auf das Kind empatisch reagieren, doch Frusttoleranz und den Umgang mit Enttäuschung und Wut wird ein Kind nur im Umgang mit anderen Kindern kennen lernen und vor allem für sich selbst verarbeiten lernen.
Da nur wenige Eltern es schaffen, ihren Kindern ein derartiges Zusammenspiel mit anderen Kindern dauerhaft zu ermöglichen, nimmt hier die Krippe und der Kindergarten einen wichtigen Platz ein. In einer kindgerechten geschützten Umgebung können Kinder dort schon ab einem sehr frühen Alter ihre sozialen Kompetenzen erlernen und so optimal gefördert und auf das spätere Schul- und letztendlich auch das Erwachsenenleben vorbeireitet werden.
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Archivbeitrag aus dem Jahr 2010. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.


