Skoliose in der Pubertät

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Eine Seitenverbiegung hat die Wirbelsäule bei manchen Menschen, von der Kreuzschmerzen ausgehen können, sowie auch Flanken- oder Rückenschmerzen. Sie kann sich im Verlauf des Wachstumsschubs während der Pubertät entwickeln, oder sie ist bereits angeboren. Von einer Verformung der Wirbelsäule betroffen sind laut der Ärzte rund drei Prozent aller Menschen. Jungen leiden weniger an Skoliose als Mädchen, denn diese weisen aktuellen Studien zufolge vier Mal häufiger die Krankheit auf.

Stark in Mitleidenschaft gezogen werden können die Körperfunktion und das Aussehen, je nach Ausmaß der Skoliose. Des Öfteren sollten Eltern einen Blick auf den Rücken der Kinder werfen und den Wachstum genau beobachten. Ein weiteres Indiz dafür können ebenfalls Beschwerden wie Rückenschmerzen sein. Wenn sich ein Kind nach vorne beugt, können die Eltern am besten eine Verformung erkennen. Zeigt sich an der betroffenen Stelle ein „Buckel“, dann liegt der Verdacht auf Skoliose nahe. Eine Therapie mit einem Korsett wird durchgeführt, wenn die Orthopäden eine sehr starke Abweichung diagnostizieren. Der Kinderorthopäde Dr. Stefan Wilke der Klinik „Emil von Behring“ in Berlin erklärt in der „Apotheken Umschau”, dass sich damit beinahe alle Skoliosen erfolgreich therapieren lassen.

Sehr unbeliebt ist bei Kindern ein solches Korsett, das kann sich erschwerend auf den Therapieverlauf auswirken. Mindestens 23 Stunden am Tag muss die Rückenstütze angelegt werden. Sehr schwer tun sich junge Menschen damit, deshalb ist eine entsprechende Überzeugungsarbeit von den Eltern zu leisten. In ihrem weiteren Leben leiden Patienten oftmals an massiven Rückenschmerzen, wenn die Skoliose nicht hinreichend behandelt wird.

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2010. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.