Spielzeug aus Plastik oft schadstoffbelastet

8. Februar 2012 Aus Von Steffi

Immer wieder tauchen Meldungen insbesondere über Testberichte von Ökotest auf, in denen Spielzeug getestet wurde. Nicht selten ist das Ergebnis mehr als bedenklich: Plastikspielzeug entpuppt sich immer wieder als wahre Ansammlung aus Chemikalien, die gesundheitlich bedenklich sind. Krebserregende Weichmacher, giftige Lacke und andere Chemiekeulen in Spielzeug – aber ist die Angst davor nicht überdramatisiert? Nein! Denn Kinder spielen in ihren ersten sechs Lebensjahren rund 15.000 Stunden. Die möglichen Folgen schadstoffbelasteter Spielzeuge können an dieser Zahl leicht erahnt werden.

Insbesondere Weichmacher fanden sich immer wieder in Spielzeug aus Plastik. Diese stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Auch verbotene Farbstoffe finden sich in zahlreichen Spielzeugen, insbesondere solchen, die in Fernost oft ausgerechnet in Kinderarbeit gefertigt werden. Aber nicht nur Billigimporte sind betroffen – ausgerechnet Mattell als einer der größten Spielzeughersteller musste in den vergangenen Jahren immer wieder zähneknirschend Puppen, Modellautos und andere Spielzeuge zurückrufen. Unter anderem wegen bleihaltiger Farben. Zuletzt machte auch die französische Herstellerfirma der beliebten Giraffe „Sophie“ Schlagzeilen – nicht nur, weil Ökotest im November 2011 in Vullis Giraffe krebserregende nitrosierbare Amine gefunden hat, sondern auch, weil das Unternehmen mit einer Unterlassungsklage gegen Ökotest vorgehen wollte, vor Gericht aber – glücklicherweise – verlor.

Holzspielzeug als Alternative

Gerade in den Zeiten, wo solche Informationen immer und immer wieder ans Tageslicht gelangen, besinnen sich immer mehr Eltern zurück auf das gute alte Holzspielzeug, das offenbar noch lange nicht ausgedient hat. Gutes Holzspielzeug zeichnet sich durch Nutzung nachhaltiger Rohstoffe und wasserlöslicher Lacke aus, die keine Schadstoffe ausdünsten können. Warum also nicht wieder Holzbausteine statt Plastik im Kinderzimmer nutzen? Dem Nachwuchs ist das Material völlig gleichgültig, und bei solchem Spielzeug müsst ihr euch keine Gedanken machen, wenn die Kinder wieder einmal das Spielzeug in den Mund stecken.

Spielzeug aus Holz ist mittlerweile zudem durchaus finanzierbar und in vielen unterschiedlichen Varianten verfügbar – ob als klassische Bauklötze, als Lernspielzeug oder in Form von Spielzeugmodellen – die Auswahl ist schier unerschöpflich. Und es sorgt gleich doppelt für ein gutes Gefühl: zum einen braucht ihr keine Sorgen haben, dass ihr eure Kleinen gesundheitlichen Gefahren aussetzt. Und ganz nebenbei werden solche Spielzeuge meist umweltschonend und sozialverträglich produziert.