Die Grünen fordern zum Weltkindertag strengere Grenzwerte und TüV für Kinder-Spielzeug

1. Juni 2010 Aus Von Steffi

Am 1.6. ist Weltkindertag. Höchste Zeit, sich mal wieder Gedanken um das Wohl der Kleinen zu machen, dachten wohl auch die Grünen. Die Sprecherin für Verbraucherpolitik, Nicole Maisch, erklärte, es sei wichtig, auf die „giftige Wahrheit hinzuweisen“.

Trotz der letzten Novellierung der EU-Spielzeugrichtlinie, seien die Babys, Klein- und Schulkinder in Deutschland immernoch nicht ausreichend vor Weichmachern und Giften in ihren Spielzeugen geschützt. Im Deutschen Bundestag seien erst vor Kurzem Experten zu Rate gezogen worden, die in einer Anhörung die derzeit bestehenden Richtlinien als katastrophal bezeichnet hätten. Diesen Missstand bestätigt hätte das EU-Frühwarnsystem Rapex mit seinen Warnungen vor vielen Produkten. Im Jahr 2004, als das Frühwarnsystem eingeführt wurde, sei die Zahl der Meldungen von unsicheren Produkten nur ein Viertel so hoch gewesen; das heißt, die Meldungen haben sich im Laufe von nur 6 Jahren vervierfacht. Mehr als die Hälfte der als unsicher gemeldeten Konsumgüter waren Spielzeuge und Textilien, meist kamen sie aus China.

Das Bündnis 90/Die Grünen will nun am Internationalen Kindertag daran erinnern, dass es endlich Zeit sei für Spielzeugrichtlinien, welche die Kinder wirklich vor Gefahren bewahren. Doch bis dahin müsse die Verbraucherministerin Aigner nationale Maßnahmen einleiten, um Kinder gefährdendes Spielzeug vom Markt zu nehmen. Es sei ein Skandal, dass Spielzeuge pro Kilogramm bis zu 100 Milligramm der Chemikalie Benzapyren enthalten dürfen. Ein erwachsener Mensch müsse weit über 40 Zigaretten rauchen, um genau die Menge an Gift aufzunehmen, die ein Kind aufnimmt, wenn es eine Stunde lang mit solch einem Spielzeug spielt. Aus diesem Grund fordern die Grünen schärfere Grenzwerte und einen Spielzeug-TÜV.

Was bleibt einem da noch zu sagen. Eines vielleicht:“Richtig so! Warum nicht viel früher?“

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