Studie: Fast-Food erhöht Asthma-Risiko bei Kindern

3. Juni 2010 Aus Von Steffi

Kinder, die häufig zu Hamburger, Cheeseburger, Pommes und Cola greifen, leiden häufiger an Asthma, einer der häufigsten chronischen Kinder-Krankheiten. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Ulm. Macht fetthaltiges Essen also nicht nur dick, sondern auch asthmatisch?

Die Wissenschaftler der Universität zu Ulm entdeckten in ihren Studien einen Zusammenhang zwischen den Essensgewohnheiten der Kinder und ihrem Krankheitsbild. Jene Kinder, die viel Fast-Food essen, haben häufiger Asthma als Kinder mit gesünderem Speiseplan. Doch dass die Atemwegskrankheit in dem einseitigen Nahrungsangebot ihren direkten Ursprung findet, halten die Forscher dann doch für eher unwahrscheinlich. Wir sollten viel mehr davon ausgehen, so schrieben die Wissenschaftler im Fachblatt „Thorax“, dass bestimmte Lebensgewohnheiten im Gesamtpaket eben Asthma begünstigen können.

Die beteiligte Forscherin Gabriele Nagel und ihr Team haben über 10 Jahre 50 000 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren aus 20 Ländern begleitet und beobachtet. Die Eltern der Kinder sollten beaufsichtigen und festhalten, was ihre Kinder zu sich nehmen und ob sie Asthma oder Atembeschwerden entwickeln. Das Ergebnis: Kinder, die viel Obst, Gemüse und Fisch essen, leiden offenbar seltener unter Asthma. Die Häufigkeit des Fleischverzehrs wirkte sich nicht spürbar auf die Krankheitshäufigkeit aus. Ab drei oder mehr Fast-Food-Tagen in der Woche war ein deutlich höheres Krankheits-Risiko zu bemerken.

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