Worauf muss man beim Kauf eines Kinderfahrrades achten?

27. Juni 2014 Aus Von Kathrin

Die Anschaffung eines Kinderfahrrades stellt Eltern immer wieder vor eine große Herausforderung. Es gibt Kinderfahrräder fast an jeder Ecke, doch man sollte sich schon ein paar Gedanken machen, bevor man sich zu einem Kauf entscheidet.

Eines kann man gleich sagen: Ein gutes Kinderrad hat seinen Preis, bei günstigen Angeboten kann man selten eine hochwertige Qualität erwarten. Gerade für Kinder muss ein Fahrrad vor allem sicher sein und sich zudem leicht bedienen lassen. Verschiedene Preiskategorien stehen zur Auswahl, doch der Preis darf nicht das wichtigste Kriterium sein.

Die richtige Größe ermitteln

Vieles kaufen Eltern eine Nummer größer, damit ihre Kinder möglichst lange etwas davon haben. Bei Kleidung ist das auch vollkommen in Ordnung, bei Fahrrädern muss die Größe jedoch immer passend sein.

Man darf sich dabei nicht stur nach irgendwelchen Tabellen richten, die sich an Alter und Größe des Kindes orientieren. Ein Kind muss immer erst auf dem Fahrrad sitzen, um beurteilen zu können, ob es die ideale Größe hat. Bei den Kinderfahrrädern gibt es die Größen 12, 14, 16 und 18 Zoll, das ist der Durchmesser der Räder.

Doch nicht nur die Größe der Reifen ist wichtig, sondern auch die Rahmenhöhe. Ist der Rahmen zu hoch, hat das Kind Probleme beim Auf- und Absteigen. Sitzt das Kind auf dem Fahrrad, muss es mit den Füßen den Boden erreichen können. Grob kann man die folgenden Angaben machen:

Alter 2 – 3 Jahre: 12 Zoll

Alter 3 – 4 Jahre: 12 bis 16 Zoll

Alter 4 – 5 Jahre: 14 bis 16 Zoll

Alter 5 – 6 Jahre: 16 bis 18 Zoll

Ab einer Körpergröße von 135 cm wählt man in der Regel ein Fahrrad mit 20 Zoll Rädern, mit etwa 9 bis 10 Jahren erfolgt dann meistens schon der Umstieg auf ein Jugendrad, bevorzugt werden dann vor allem sportliche und gängige Modelle.

Zusätzliche Ausstattung für mehr Sicherheit

Um dem Kind beim Fahrradfahren die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sind noch ein paar andere Punkte zu berücksichtigen, außerdem wird noch zusätzliche Ausstattung benötigt.

In erster Linie geht es darum, dass das Kind im Straßenverkehr immer gut sichtbar ist für andere Verkehrsteilnehmer. Ein helles Fahrrad in einer leuchtenden Farbe wird sicher mehr auffallen als ein dunkles. Kinderfahrräder sind nicht immer straßentauglich, dazu braucht es unbedingt ausreichende Beleuchtung, Reflektoren und eine Klingel.

Bei kleinen Kindern macht es Sinn, eine leuchtende Fahne hinten am Fahrrad anzubringen. Nicht alle Fahrräder haben eine Rücktrittbremse, diese ist jedoch gerade für kleinere Kinder wichtig, denn die Betätigung der Handbremse ist oft schwer.

Ein Kettenschutz ist unbedingt notwendig, damit sich keine Hosenbeine oder Schnürsenkel in der Kette verfangen können. Und zu guter Letzt muss natürlich auch ein robuster Fahrradhelm angeschafft werden, der optimal auf den Kopf des Kindes passt.