Eltern sollten ihre Kinder gegen Meningokokken Infektionen impfen lassen

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät Eltern dringend dazu, ihre Kinder gegen die gefährliche Meningokokken-Infektion impfen zu lassen. Meningokokken können zu einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung führen. In 40 Prozent aller Infektionen allerdings tritt beides ein.

Gerade wieder im Frühjahr oder Winter treten vermehrt Fälle von Meningokokken-Infektionen auf. Besonders betroffen sind dabei Kinder, die viel mit anderen zusammen kommen, wie beispielsweise in Schule oder Kindergarten, da es sich bei der Übertragung um eine Tröpfcheninfektion handelt. Je eher die Infektion erkannt und behandelt wird, desto eher können Folgeschäden für das Kind vermieden werden. Zu diesen gehören unter anderem der mögliche Verlust von Gliedmaßen, neurologische Folgeschäden oder sogar der Tod.

Sollte ein Kind über Symptome wie Kopfschmerz, Nackensteife, Fieber oder Erbrechen klagen, so könnte dies auf eine Meningokokken-Infektion hinweisen. Auch bei kalten Fingern und Zehen trotz hohen Fiebers und erhöhter Schläfrigkeit sollten Eltern den Gang zum Kinderarzt antreten. Weiterhin treten bei einer Meningokokken – Meningitis, der Hirnhautentzündung, ähnlich wie bei der durch die Bakterien verursachten Blutvergiftung, der Sepsis, häufig kleine, stecknadelgroße dunkelrote, blaue oder auch bräunliche Flecken auf der Haut auf, die sich schnell vermehren oder vergrößern. Ob es sich bei den Verfärbungen auf der Haut möglicherweise um einen durch eine Meningokokken-Infektion bedingten Hautausschlag handelt, können Eltern mit Hilfe eines Tests herausfinden. Hierzu wird ein durchsichtiges Trinkglas auf den Fleck gedrückt. Bleibt dieser, anders als beispielsweise bei einem Masernausschlag, sichtbar, so sollte schnell der Kinder- oder Jugendarzt aufgesucht werden.

Seit dem Jahr 2006 wird von der Ständigen Impfkommission die Impfung ab dem 12. Lebensmonat empfohlen. Kinder, die vor dem Jahr 2005 geboren wurden, sollten diese Impfung nachholen.

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2010. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.