Erziehung schon im Babyalter?

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

Junge Eltern sind sich häufig unsicher, wann die Erziehung ihres Kindes eigentlich wirklich beginnen sollte. Schließlich möchte man sich keine Rabauken heranziehen, die einem dann irgendwann nur noch auf der Nase herum tanzen.

Doch eins sollte Eltern unbedingt klar sein, in den ersten sechs Monaten kann man sein Kind nicht genug verwöhnen, und auch Erziehung macht im ersten Lebenshalbjahr keinen Sinn. Das Baby brauch alle Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit und Nähe.

Ab einem Alter von sechs Monaten kann es langsam los gehen

Im zweiten Lebenshalbjahr braucht das Baby natürlich weiterhin alle Zuwendung und Liebe. Doch die Eltern sind jetzt langsam in der Lage, die Bedürfnisse des Kindes besser einordnen zu können. Nun kann man vom Baby auch durchaus schon erwarten, dass es sich einen kurzen Augenblick geduldet.

Die Eltern müssen jetzt nicht mehr beim kleinsten Mucks losrennen. Durch genaue Beobachtung merkt man recht schnell, ob das Weinen durch ein bestimmtes Bedürfnis hervorgerufen wird, oder ob das Kind einfach nur Aufmerksamkeit will.

Zur Erziehung des Babys gehört auch dazu, dass man es dazu animiert, auch etwas selbst zu versuchen, und sich nicht ausschließlich auf die Eltern zu verlassen.

Wenn es nicht gleich klappt wird das Kind sicher quengeln, doch sobald es merkt, dass die Eltern nicht immer gleich springen, wird es sich auch mehr anstrengen und mutiger sein, so dass letztendlich auch das Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Erziehung hat in diesem Alter nichts mit Strenge zu tun

Strenge ist bei der Erziehung zu diesem Zeitpunkt also vollkommen fehl am Platz. Vielmehr geht es darum, dem Baby auch etwas zuzutrauen. Wenn man innerhalb der Familie liebevoll und respektvoll miteinander umgeht, wird das Kind sich daran orientieren und durch Nachahmen lernen.

Mit lauter Stimme oder Bestrafung erreicht man bei Babys gar nichts. Erst wenn die Kinder etwa 12 Monate alt sind können sie einzelne Wörter danach einschätzen, ob sie positiv oder negativ sind.

Bei Kindern ist es oft so, dass sie genau das tun, was sie eigentlich nicht sollen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Eltern sollten sich deshalb eher auf das Positive konzentrieren, also das, was erlaubt ist.

Damit man gar nicht erst in die Bredouille kommt, sollte man Sachen, an die das Kleinkind nicht heran soll, am besten gleich wegräumen. Sollte das Kind dennoch nach etwas greifen, das es nicht haben soll, so sollte man nicht lange diskutieren, sondern kurz betonen, dass dies nicht in Ordnung ist.

Sollte es dann zu Protesten kommen, lenkt man das Kind schnell mit Spielzeug ab, ansonsten wird Geschreie konsequent ignoriert. Mit dem Aufräumen kann man bei Kindern eigentlich nicht früh genug beginnen.

Hat das Kind für Chaos gesorgt, dann muss es auch verstehen, dass man dieses wieder beseitigen muss. Zunächst animiert man das Kind zum Helfen und lobt es dabei, erst mit etwa zwei Jahren kann das Kind die Aufforderung zum Aufräumen richtig verstehen.

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2015. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.