Katastrophenbilder aus Japan: Wie erkläre ich sie meinem Kind?

16. März 2011 Aus Von Steffi

In allen Medien sieht, hört und liest man derzeit Berichte von der schrecklichen Lage der Japaner. Erdbeben, Tsunami, zerstörte Häuser, flüchtende und weinende Menschen, explodierende Atomkraftwerke und immer wieder die nukleare Bedrohung. All das ist schon für uns Erwachsene schwer zu fassen, doch wie sollen unsere Kinder solche Ereignisse begreifen? Wie erklärt man den Kindern die Geschehnisse, ohne ihnen zu schaden?

Es ist nur natürlich, dass Kinder angesichts der aktuellen Nachrichtenlage Fragen stellen. Was passiert da in Japan? Warum ist da alles kaputt? Passiert das auch bei uns? Vielleicht sind sie nur neugierig, wahrscheinlich aber auch verängstigt oder schockiert. Nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit für ihre Kinder, um ihnen die Situation zu erklären. Niemals sollten Sie Ihre Kinder mit Sätzen wie „Dafür bist du noch zu klein, das verstehst du noch nicht!“ abspeisen. Dann fühlen sie sich nur mit ihrer Angst alleingelassen.

Wieviel Sie den Kids sagen, sollte vom Alter und von Ihrer eigenen Einschätzung abhängen. Psychologen raten, die Horrorbilder von Kindern bis 6 Jahren fernzuhalten. Die Kleinen brauchen schließlich noch das Gefühl einer sicheren und heilen Welt. Falls sie aber doch Bilder zu sehen bekommen, die ihnen Angst machen, sollten Eltern beruhigend auf sie einwirken und ihnen erklären, dass ihnen hier nichts passieren wird. Falls Sie glauben, dass Ihr Kind dennoch mit den Bildern beschäftigt, könnte es helfen, das Gesehe zum Beispiel in Form von selbstgemalten Bildern zu verarbeiten.
Kindern im Grundschulalter kann und sollte man dagegen schon deutlich mehr erzählen. Beantworten Sie die Fragen der Kinder so anschaulich und einfach, wie möglich. Nach den beängstigenden Fakten sollten sie aber auch bei größeren Kindern das Gespräch mit einem beruhigenden Satz beenden, wie zum Beispiel, dass sie hier nicht in Gefahr sind.

Tipp: Gerade zu solchen Anlässen kann es auch empfehlenswert sein, gemeinsam mit den Kindern Kindernachrichten-Sendungen wie „logo“, „neuneinhalb“ oder „Lilipuz“ anzusehen. Dort werden die Bilder kindgerecht aufgearbeitet und erklärt – das ist für die Kleinen besser, als die Nachrichten der Erwachsenen ansehen zu müssen.

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