Pucken hilft dem Baby beim Schlafen

23. August 2011 Aus Von Steffi

Der Begriff hört sich ein wenig seltsam an, doch verbirgt sich hinter dem Pucken nichts weiter als eine Methode, ein Neugeborenes mit einer speziellen Methode fest in eine dünne Decke zu wickeln. Die Methode ist noch nicht einmal neu, doch war sie lange Zeit verpönt, da nicht nur von Hebammen und Ärzten die Meinung vertreten wurde, das feste Einwickeln sei für die Kinder eher suboptimal. Inzwischen allerdings wird in Krankenhäusern bereits wieder das Pucken praktiziert und jungen Eltern geraten, auf die traditionelle Methode zurück zu greifen, um das Kind zu beruhigen und ihm gerade in der ersten Zeit das Einschlafen zu erleichtern.

Noch vor wenigen Generationen wickelten Eltern ihre Neugeborenen fest in dünne Decken. Doch etwa ab den 1980ern wurde immer mehr die Auffassung vertreten, das so genannte Pucken sei für die natürliche Entwicklung von Babys schlecht, da diese sich nicht bewegen könnten. Inzwischen jedoch wird wieder zunehmend darauf zurück gegriffen, da das Pucken zwar die Bewegungen verhindert, dem Kind aber ein Gefühl von Sicherheit, Wärme und vor allem Schutz bietet. Viele Babys haben gerade in der ersten zeit Probleme, in den Schlaf zu finden oder auch ruhig zu schlafen. Aus dem Mutterleib sind sie feste und enge Grenzen gewöhnt, an die ihr Körper stößt. Außerhalb fehlen nun diese Grenzen, das Baby erschreckt immer wieder durch die eigenen Bewegungen. Durch das Pucken wird dies verhindert.

Das Pucken selber ist dabei einfach. Das Baby wird in eine Woll oder Moltondecke gewickelt, bekleidet am besten mit nur Hemdchen oder Jäckchen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Die obere Ecke der Decke wird nach innen umgeklappt, das Baby darauf gelegt. Nun die unteren Deckenenden bis in Höhe der Brust hochschlagen und die Ecken fest über das Baby legen und unter ihm einschlagen.

Bei Fieber oder Krankheit sollte das Pucken nicht angewendet werden beziehungsweise der Kinderarzt befragt werden.