UNICEF: Not der Kinder in Haiti noch immer groß

9. Januar 2011 Aus Von Steffi

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF beklagt die nach wie vor furchtbaren Lebensbedingungen der Kinder des Karibikstaates Haiti. Letztes Jahr starben dort bei einem schweren Erdbeben rund 250.000 Menschen – heute sind noch immer geschätzte 380.000 Kinder obdachlos. Das gigantische Ausmaß der Tragödie wird erst jetzt deutlich.

Sie leben in überfüllten Notlagern, meist unter schrecklichen Bedingungen – zehn Prozent der Kinder Haitis sind noch immer ohne ein richtiges Zuhause. Der Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland, Christian Schneider, meinte dazu: „Haiti ist kein hoffnungsloser Fall.“ Die Bevölkerung hätte nach der Katastrophe enorme Kraft gezeigt. Man müsse nun weiter Hilfe leisten und Haiti beim Wiederaufbau unterstützen.

Laut des aktuellen UNICEF-Berichtes sei die Lage der Kinder in Haiti auch vor der Katastrophe nicht sehr gut gewesen. Nur jedes zweite Kind besuchte zu dieser Zeit  die Schule, 40 Prozent der Kinder hatten damals nicht einmal die Möglichkeit, eine einfache Latrine zu benutzen und ganze 1,2 Millionen Kinder waren auch vor der Krise durch Krankheiten oder Gewalt gefährdet. Betrachtet man diese Ausgangslage, ist es leicht sich auszumalen, wie verheerend die Situation nun nach dem Erdbeben und der nachfolgenden Cholera-Epidemie sein muss. Von 5000 Kindern, die nach dem Erdbeben ihre Familien suchten, konnten bis heute leider nur 1250 Kinder ihre Eltern in die Arme schließen.

Nun zwei kleine, gute Nachrichten: Zwei Millionen Kinder konnten seit der Katastrophe gegen die schlimmsten Kinderkrankheiten geimpft werden. 720.000 Kinder bekamen Schulmaterialen, um langsam zur Normalität zurückkehren zu können.

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