Fluorid-Dosis in Zahnpasta ist vom Kindesalter abhängig

24. Januar 2010 Aus Von Steffi

Laut einer aktuellen Studie ist die richtige Fluorid-Dosis in Zahnpasta vom Alter des Kindes abhängig. Dies zumindest kann der entsprechenden britischen Auswertung entnommen werden, bei der 75 klinische Studien zu Rate gezogen wurden. Ein interessantes Ergebnis, ist doch der optimale Fluoridgehalt in der Zahnpasta meist umstritten. Die Studie stammt von der Manchester School of Dentistry in England unter Leitung von Professor Helen Worthington.

Die Forscher aus Manchester benennen in der Studie den idealen Fluoridgehalt für Kinder. Demzufolge sind Kinder über sechs Jahre am besten vor Karies mit 1000 Milligramm pro Kilogramm Zahnpasta geschützt. Wenn die Menge des Fluorids in der Zahnpasta unterhalb dieser Menge liegt, ist der prophylaktische Nutzen der Zahncreme der Studie zufolge deutlich reduziert. Nach Angaben von Helen Worthington wirkt eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt zwischen 440 und 550 Milligramm pro Kilogramm Zahnpasta genauso wenig wie ein Produkt, das überhaupt kein Fluorid enthält. Diese Resultate beziehen sich auf Kinder, die älter als sechs Jahre alt sind. Die passende Zahnpasta für diese Altersgruppe finden Eltern bei Junior-Zahnpasta und nicht etwa bei Kinderzahncreme. Die Letztgenannte eignet sich hingegen für Kinder bis zum Schulbeginn und liegt in der Regel bei einem Fluoridgehalt von rund 500 Milligramm pro Kilogramm Zahncreme.

In der Studie wird auch darauf verwiesen, dass zu viel Fluorid einen Nachteil haben kann. Denn Zahncreme mit mehr als 1000 sogenannten ppm sorgt den Angaben zufolge im Extremfall für weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf dem Zahnschmelz. Dies gilt vor allem für die Kleinen, die diese Zahncreme im Alter zwischen fünf und sechs Jahren benutzen.

Quelle: Welt