Kinder sollen Kinder bleiben dürfen

6. September 2011 Aus Von Steffi

Zum Kind sein sollte es ganz selbstverständlich gehören, dass das Spiel, das Toben und Klettern und die Sammlung von Erfahrungen mit unterschiedlichsten Materialien zum Alltag gehört. Leider ist dies nicht immer der Fall. Hieran tragen sowohl die Eltern, als auch Modeerscheinungen Schuld. Besonders erschreckende Beispiele liefert hierbei die USA.

Schon im zarten Alter von knapp drei Jahren lernen in den USA viele Mädchen vor allem eins: Schönheit ist alles, was zählt. Noch im Kindergarten werden sie von ihren Eltern von einem Schönheitswettbewerb zum nächsten gezerrt. Dabei spielen allerdings weniger natürliche Ausstrahlung oder Talente eine Rolle. Vielmehr werden die Mädchen in kleine Püppchen verwandelt. Make Up gehört dabei genauso dazu, wie auch das Outfit. Wie Kinder allerdings sehen die meisten der Mädchen, die auf der Bühne stehen nicht mehr aus. Beim Anschauen der Fotos der Kinder könnte man gar in Zweifel geraten, ob es sich um ein Kind oder eine Puppe handelt. Ein Alter ist vielfach kaum noch zu schätzen, Make Up, falsche Zähne, Haarteile, gezupfte Augenbrauen und aufreizende Kleidung machen auf den Laufstegen der amerikanischen Schönheitswettbewerbe aus Kleinkindern Lolitas. Vielfach wurden bereits von amerikanischen Kinderschutzorganisationen diese Wettbewerbe angeprangert, verboten oder eingeschränkt sind sie bis heute nicht.

Doch auch eine Modeerscheinung, die auch in Deutschland immer mehr um sich greift, schlägt in die Kerbe der „Lolitalisierung“ von kleinen Mädchen. Die Rede ist hierbei von Bhs in Kindergrößen. Erhältlich sind diese teilweise schon ab Kleidergröße 128, der Größe also, die etwa für 6 bis 8 Jahre alte Mädchen geeignet ist. Da in diesem Alter sicherlich noch nichts „zu halten“ ist, werden die Bhs kurzerhand wattiert, wodurch der Eindruck erster Brustansätze vorgespiegelt wird.

Experten von Kinderschutzorganisationen stufen dies als extrem gefährlich ein, werden auf diese Weise doch Kinder sexualisiert.