Kindergeld und Kinderfreibetrag, Steuer – das ändert sich 2012 für Eltern

30. Dezember 2011 Aus Von Steffi

Das Jahr 2012 bringt allen Deutschen einige Veränderungen, und auch Eltern sind von den Änderungen betroffen. Die schlechte Nachricht zuerst: die Ausgaben steigen in den meisten Fällen, doch es gibt auch gute Nachrichten. Was die Elterngelder anbelangt, also Kindergeld und Kinderfreibetrag, konnte sich die Regierung zu einer begrüßenswerten Neuerung durchringen. Steuer, Versicherung, Kindergeld – diese Änderungen kommen 2012 auf euch zu.

Änderungen an Kinderfreibetrag und Kindergeld 2012

Für Eltern vermutlich die vorrangigste Mitteilung: die Ausbildungsvergütungsgrenze für volljährige Kinder ist gefallen. Die Kinderfreibeträge bleiben ab sofort generell erhalten, egal, wieviel volljährige bezugsberechtigte Kinder in der Ausbildung verdienen.
Um Betreuungskosten für unter 14-jährige Kinder steuerlich geltend zu machen, müssen Eltern künftig keine Jobnachweise mehr erbringen. Zwei Drittel der Betreuungskosten können ab sofort auch ohne Nachweise von der Steuer abgesetzt werden, die 4.000 Euro-Grenze bleibt weiterhin erhalten.
Die bürokratischen Hürden für Eltern wurden verringert, mehr Geld gibt es allerdings letztlich nur in den seltensten Fällen.

Rentenversicherung

Auch hier gibt es zumindest eine symbolische Erleichterung: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung wurde von 19,9 auf 19,6 Prozent gesenkt. Heisst unterm Strich: Verdient ihr 50.000 Euro brutto pro Jahr, dürft ihr künftig 6 Euro mehr behalten.

Pflegegeld

Auch beim Pflegegeld gibt es 2012 Erhöhungen. Wer zuhause Kinder oder andere Angehörige mit einer Pflegestufe pflegt, darf sich ab Januar 2012 über durchschnittlich 10 Euro mehr pro Monat freuen. Für die Pflegestufe 1 gibt es 235,00 Euro monatlich, für Pflegestufe 2 wurde der Satz auf 440,00 Euro monatlich erhöht, für Pflegestufe 3 gibt es 700,00 Euro. Bei Heimpflege gibt es nur bei Pflegestufe 3 eine Erhöhung des Pflegesatzes um 40,00 Euro, die anderen Pflegestufen werden nicht erhöht.

Strom und Gas

Hier wird es schmerzhaft – die Seite der steigenden Ausgaben beginnt. In Sachen Energie dürft ihr euch auf steigende Kosten einstellen. Strom kostet im Durchschnitt je nach Anbieter bis zu vier Prozent mehr, für Gas müsst ihr künftig sogar bis zu acht Prozent mehr bezahlen. Bei 4.000 Kilowattstunden pro Jahr gehen durchschnittlich 35 Euro mehr an den Energieversorger.

Bus, Bahn – der ÖPNV zieht die Preise an

Der öffentliche Verkehr schlägt künftig ebenfalls mit Mehrkosten zu Buche. Die Deutsche Bahn hat schon Mitte Dezember die Preise für den Fernverkehr um durchschnittlich 3,9 Prozent, im Nahverkehr um durchschnittlich 2,7 Prozent erhöht. Lokale Verkehrsverbünde ziehen die Preisschraube ebenfalls oftmals an: so erhöht der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) seine Preise ab Januar 2012 auch wieder einmal um 2,8 Prozent – nachdem bereits im Vorjahr eine Preiserhöhung um 3,2 Prozent erfolgt war.

Die wenigen Entlastungen werden also kaum die steigenden Ausgaben ausbalancieren können. Wir halten ab 2012 wieder verstärkt die Augen nach günstigen Angeboten und Schnäppchen für Eltern offen, werden euch weiterhin Tipps zum Basteln zu Silvester, Fasching, Ostern, Weihnachten und vielen anderen Events liefern und würden uns freuen, wenn ihr uns wieder besucht und weiterempfehlt.

Ungeachtet der Ausgaben: Die Redaktion von Kinderzeugs.de wünscht allen Lesern einen guten Start ins Jahr 2012!