Sitzerhöhungen für Kinder kaufen
Wenn ein Kind im Auto befördert wird, dann muss man es entsprechend sichern. Die Kindersitze sind in verschiedene Klassen unterteilt, dabei orientiert man sich immer am jeweiligen Gewicht des Kindes.
Man kann also nicht wirklich nach dem Alter des Kindes gehen, da das Gewicht ja ganz schön unterschiedlich sein kann. Bis zu einem Körpergewicht von 15 Kilogramm schreibt die deutsche Gesetzgebung einen Kindersitz vor, erst dann darf eine Sitzerhöhung der Gewichtsgruppe 2 oder 3 im Auto verwendet werden.
Einfache Sitzerhöhungen bieten keine ausreichende Sicherheit
Im Fachhandel findet man ganz unterschiedliche Sitzerhöhungen für Kinder. Ganz einfache Sitzerhöhungen bekommt man schon für um die 10 Euro, sie werden oft in Discountern zu Spottpreisen angeboten.
Diese haben jedoch weder einen Seitenschutz, noch eine Führung für den Sicherheitsgurt. Der untere Gurt des Dreipunktgurtes des Fahrzeuges kann somit nach oben zum Bauch hin ganz leicht verrutschen und dort auch schwere Verletzungen verursachen.
Je nach Fahrzeug und Gurt sitzt auch der Schultergurt eventuell nicht an der richtigen Stelle, was auch zum Einschneiden am Hals führen kann. Diese einfachen Sitzerhöhungen sind vom Gesetzgeber zwar zugelassen, sind aber nach Sicherheitsaspekten nicht wirklich zu empfehlen.
Hier sollte man sich auf keinen Fall vom geringen Preis blenden lassen, denn ein Unfall könnte durchaus schlimme Folgen für das Kind haben.
Führung für den Gurt ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt
Schon etwas besser sind dagegen Sitzerhöhungen mit einer Führung für den Beckengurt. In diesem Fall kann die Sitzerhöhung unter dem Po des Kindes nicht wegrutschen. Allerdings ist auch bei diesen Modellen keine Führung für den oberen Gurt vorhanden, und auch der Seitenschutz fehlt.
Im Bereich der Schultern kann der Gurt also auch bei diesen Modellen verrutschen und unter Umständen Druck auf den Hals ausüben. Bei einem Unfall wird der Kopf nicht ausreichend geschützt, und für das Kind ist es zudem wenig bequem, sollte es beim Autofahren einschlafen.
Mitwachsende Systeme bieten die größte Sicherheit
Am sichersten und komfortabelsten sind Systeme, bei denen die Lehne mit wächst , indem sie sich in der Höhe verstellen lässt. Bei diesen Sitzen gibt es eine Führung sowohl für den unteren als auch für den oberen Gurt. Seitlich wäre das Kind auch bei einem Aufprall geschützt, außerdem wird der Kopf des Kindes gestützt, wenn es während der Autofahrt schläft.
Eltern sollten also ruhig etwas mehr Geld in einen hochwertigen Sitz investieren. Sie bieten nicht nur ein Höchstmaß an Sicherheit, sie sind auch ganz besonders komfortabel für den Nachwuchs.
Testberichte zu Sitzerhöhungen können über die aktuell auf dem Markt erhältlichen Modelle informieren, und Vor- und Nachteile auflisten. So haben Eltern einen guten Anhaltspunkt, welche Sitze in den unterschiedlichen Preisklassen empfehlenswert sind. Auch ein Blick auf den ADAC-Ratgeber kann hilfreich sein.
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Archivbeitrag aus dem Jahr 2015. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.


