ViNCi Tab: Das iPad für Babys und Kleinkinder?

19. Januar 2011 Aus Von Steffi

Ein Tablet-PC für Kinder im Alter zwischen 0 und 3 Jahren? Die kanadischen Firma Rullingnet Corporation bringt nun einen mobilen Touchscreen-Computer für genau diese Zielgruppe heraus. Angeblich soll er ideal auf die Bedürfnisse unserer Kleinsten abgestimmt sein. Was dahintersteckt und ob Eltern bei diesem „Spielzeug“ wirklich zugreifen sollten, lesen Sie hier.

Vor kurzem erst berichteten wir über das Kid Pad von MSI, das für Kinder konzipiert ist, die sich in etwa im Schulalter befinden. Unter dem Motto „ViNCi – Inspire the Genius“ (zu deutsch: „ViNCi – Inspiriere das Genie“) geht eine kanadische Firma nun noch einen Schritt weiter: Sie entwickelten einen Tablet-PC für Babys von 0 bis 3 Jahren. Was wie Wahnsinn kling, erklärt sich laut den Herstellern wie folgt: Die Kleinen sollen durch das nach dem hochbegabten Leonardo da Vinci benannte Tablet spielend lernen und frühzeitig an die moderne Technologie herangeführt werden. Außerdem soll, so die Werbung, durch die Nutzung des ViNCi Tabs die Motorik geschult, die musischen Talente gefördert und das Miteinander von Eltern und Kindern gefördert werden. Angeboten werden zu diesem Zweck Spiele, Lernprogramme und virtuelle Bilderbücher sowie Trickfilme und klassische Musik von Mozart, Brahms und Co.

Virtuelles Lernen für Babys? Man sollte sich wirklich fragen, ob ein so kostspieliges Luxus-Spielzeug für Kleinkinder das Richtige ist. Das Wichtigste für Kleinkinder in diesem Alter ist die Interaktion mit den Mitmenschen und das Erleben der Umgebung mit allen Sinnen. In diesen Punkten verliert ein Tablet schnell gegen einen einfachen Bauklotz oder ein kindgerechtes Bilderbuch.

Immerhin, sturz- und wasserfest soll das iPad für den Kinderwagen wirklich sein. Ein 7-Zoll-Touchscreen aus Sicherheitsglas und ein dicker, großer Kunststoffrahmen sollen Verletzungen der Kleinkinder verhindern. Angeblich wurde bei der Auswahl der Materialien auch auf Gift- und Schadstofffreiheit geachtet. Auf WLAN und UMTS wurde verzichtet, um unnötige Strahlung zu vermeiden. Ausgestattet ist das Baby-Tablet mit einer 3 Megapixel-Kamera, Googles Android-Software, einem 1-GHz-Prozessor und USB-Anschluss.  Gar nicht so kindgerecht ist allerdings der Preis des Zwergen-iPads: 370 Euro soll es kosten, wenn es im Sommer auf den deutschen Markt kommt.

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