70 Prozent der deutschen Babys tummeln sich bereits im Web

Redaktion kinderzeugsVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Hat Ihr Baby schon einen Facebookaccount? Twittern Sie die ersten Schritte Ihres Nachwuchses? Pflegen Sie eine eigene Homepage für Ihren Stammhalter? Wenn nicht, dann gehören Sie anscheinend zu den wenigen Eltern, die ihr Kind nicht öffentlich zur Schau stellen. Unglaubliche 70 Prozent der Eltern in Deutschland sorgen nämlich dafür, dass ihre Kleinen im Web zu finden sind.

Manch ein kleiner Erdenbürger würde wohl staunen, wenn er eine Ahnung hätte, was Mami und Papi da am Computer-Bildschirm machen. Sie registrieren ihren Babys Emailaccounts oder – noch drastischer – sie erstellen für ihr Neugeborenes ein Facebookprofil und veröffentlichen dort regelmäßig Ultraschallbilder.

Verrückte Welt? Offenbar nicht, denn diese Familien scheinen im Trend zu liegen. Wie bei einer Umfrage des Apothekenmagazins “Baby und Familie” herauskam, sind die Eltern von Neugeborenen mit der Herausgabe von Bildern und Informationen über ihre Kinder teilweise deutlich großzügiger, als bei ihren eigenen. Wo in Sachen Streetview, Datenschutz und Co. meist kritisch kommentiert wird, setzt der – berechtigte – Elternstolz frischgebackenen Familien wohl unfreiwillig eine rosarote Brille auf. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht: Überlegen Sie besser zweimal, welche Daten und Bilder Sie dem Web anvertrauen. Denken Sie dabei nicht nur an sich, sondern auch an Ihr Kind: Könnten ihm die Bilder später peinlich sein? Denn: Das Web vergisst nie, Sie können nicht darauf spekulieren, dass die Daten in einigen Jahren restlos gelöscht sind.

Übrigens: Wenn Sie den Computer wirklich im Sinne Ihrer Kids nutzen wollen, basteln Sie doch gemeinsam die wundervolle Weihnachtskrippe zum Ausdrucken und Anmalen, die sie in unserem Kinderzeugs-Adventskalender auf unserer Facebook-Seite finden!

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Archivbeitrag aus dem Jahr 2010. Einzelne Angaben können veraltet sein; aktuelle Ratgeber finden sich in der Ratgeber-Übersicht.