Jede Mutter ist auch eine Frau

Jede Mutter ist auch eine Frau

28. September 2022 Aus Von Zyrius Rantan

Mutterschaft ist ein Job, der mit der Geburt eines Kindes seinen Anfang nimmt und das ganze Leben anhält. Anfangs dreht sich jeder Gedanke um das Baby, da es ohne elterliche Fürsorge völlig hilflos ist. Wächst der Nachwuchs heran, wird auch das Aufgabenfeld für die Mutter immer größer. Neben dem Einkaufen, Essen kochen, dem Haushalt und dem Beantworten von unzähligen Fragen müssen die Kinder zur Schule, zum Training, zur Ballettstunde und dem Musikunterricht gebracht werden. Wer als Mutter zusätzlich ins Berufsleben zurückkehrt, weiß ganz genau, wie wichtig und notwendig eine genaue Zeitplanung ist.

Mit sich alleine sein ist wichtig

Bei all den Verpflichtungen kommen Mütter schnell zu kurz. Es ist ihnen ins Blut gelegt, sich um den Nachwuchs zu kümmern und diesem möglichst jeden Wunsch zu erfüllen. Doch ab und an braucht es Abstand zur Familie und Zeiten, in denen eine Mutter ihren Träumen nachhängen und tun kann, was nur ihr wichtig ist.

Wer sich als Mutter bereits viele Jahre um seine Kinder gekümmert hat, hat unter Umständen vergessen, was einem selbst wichtig war. Deshalb raten viele Hebammen bereits bei der Geburt des ersten Kindes, regelmäßige Auszeiten für die Mutter einzurichten.

Mutterschaft als Teil des Menschseins

Bei größeren Kindern ist es natürlich einfacher als bei einem Säugling, sich freie Momente zu schaffen, um die eigenen Bedürfnisse zu stillen. Auch als Mutter muss man alleine sein dürfen und sich um sich selbst kümmern können. Oft steht den Müttern das Schuldgefühl im Weg, ihren Nachwuchs zu vernachlässigen, wenn sie sich eine Auszeit nehmen.

Dabei brauchen Mütter auch außerhalb der Familie Anerkennung und das Gefühl, dass ihr Leben einen (weiteren) Sinn hat. Ein Kurzurlaub mit der Freundin, ein Meditationswochenende oder ein Wochenende am Meer, ohne einem anderen Menschen verpflichtet zu sein – jede Mutter sollte sich für ihr seelisches Gleichgewicht diese Freiräume schaffen.

Mutter und Frau – beides lässt sich verbinden

Für eine kurze Zeit erfährt sie sich wieder als die Frau, die sie war, bevor die Kinder kamen. Sind die Kinder durch den Ehepartner gut versorgt, steht einem freien Nachmittag nichts mehr entgegen. Manchmal braucht es etwas Unterstützung, um wieder herauszufinden, was man ohne die Familie machen würde. Mütter sind mit ihren Kinder emotional auf sehr intensive Weise verbunden und es braucht Zeit, sich selbst ein wenig Freiraum zu gestatten. Es kann mit einem Kinobesuch beginnen und zu einem Besuch bei einer Freundin führen. Größere Kinder lassen sich in den Ferien für eine Woche bei den Großeltern unterbringen, sodass ein Elternpaar entspannte Zweisamkeit genießen kann.

Die meisten Mütter sehnen sich nach Aktivitäten, die vor der Schwangerschaft zum täglichen Leben gehörten. Regelmäßiger Sport, Reitstunden, eine Maniküre oder der Besuch einer Buchlesung müssen zurückgestellt werden, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Irgendwann ist es jedoch Zeit, das eigene Leben über die auf das Kind bezogene Aufmerksamkeit zu erweitern. Durch Freunde, den Partner oder Verwandte ist es machbar, ein wenig Zeit für sich selbst zu reservieren. Wer sich um sich selbst kümmert, lebt zufriedener und hält stressvolle Zeiten leichter aus. Das kommt vor allem den Kindern zugute, die mit einer glücklichen Mutter zufrieden aufwachsen können.